Agent Kim reaktiviert In einer weiteren spannenden Episode wird die Angelegenheit noch komplizierter, was zwar für etwas Klarheit sorgt, aber auch neue Gefahren birgt.
Es gibt viele Redewendungen, die einem in den Sinn kommen, wenn es um Agent Kim reaktiviertBesonders nach Folge 5. „Vom Regen in die Traufe“ trifft es auf den ersten Blick; „So nah und doch so fern“ auf den zweiten. Beides beschreibt Manager Kims endlose Suche nach Min-ji, die sich scheinbar immer weiter verschlimmert, was aber angesichts der Tatsache, dass wir erst die Hälfte der ersten Staffel gesehen haben, wohl besser so ist.
Doch es herrscht auch Klarheit, emotional wie auch in anderer Hinsicht. Ein Grund für den Erfolg der Serie ist, dass wir Kims Beziehung zu ihrer Tochter voll und ganz akzeptieren – und zwar gerade wegen ihrer Komplexität. In einer weiteren Rückblende sehen wir mehr von ihren Schwierigkeiten: 2014 rannte sie weg und tauchte unter, während sie umzogen. Das bereitete Kim unendliche Probleme und legte den Grundstein für das aktuelle Verschwinden, mit dem sie nun zu kämpfen hat.
Bis wir die Gebühren einziehen Ende der vorherigen FolgeWir verstehen nun noch besser, was Kim denkt. Er ist verzweifelt. Und die Vorstellung, dass Min-ji da draußen noch tot sein könnte, treibt ihn an den Rand des Zusammenbruchs. Doch selbst die Suche nach ihr wird ständig durch Hindernisse erschwert, sodass Min-ji Gold Tooth hilflos ausgeliefert ist, während Kim gegen den unerbittlichen 66 kämpft.
Hier die Auflösung: Der neue 66 glaubt fälschlicherweise, Manager Kim habe seinen Bruder getötet, doch Rückblenden enthüllen das Gegenteil. Kim versuchte, 66 zu retten und nahm sich dabei beinahe das Leben, als er scheiterte. 66 flehte ihn an, um jeden Preis zu überleben. Kims Bemühungen, den neuen 66 davon zu überzeugen, verlaufen jedoch nicht ganz reibungslos. Schließlich kommt die Wahrheit ans Licht und rückt alles wieder ins rechte Licht. Es stellt sich heraus, dass man nationalen Geheimdiensten, geschweige denn dem nordkoreanischen, wirklich nicht trauen kann. Wer hätte das gedacht?
Dies ist der große individuelle Moment von Agent Kim reaktiviert Folge 5 sticht als potenzieller Wendepunkt im Gesamtgeschehen hervor. Der Rest ist größtenteils eine vertraute Mischung aus packender Action und, vielleicht am wichtigsten, Kims ständiger Annäherung an Min-ji, die ihm jedoch immer wieder entgleitet. Genau diese Entwicklung ist es, die die Zuschauer fesselt, denn wir sind mittlerweile so sehr in Kims Lage und fiebern so sehr mit ihm und Min-ji mit, dass es ungemein frustrierend – im positiven Sinne! – ist, wenn sie sich wiedersehen. Fastoooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo Ihre Wege werden sich kreuzen. Es wird eine enorme Katharsis geben, wenn die beiden sich endlich wiedersehen, was durch kleine Details wie Kims Fund der Nachricht, die er ihr hinterlassen hat, noch verstärkt wird.
Das setzt allerdings voraus, dass Min-ji so lange überlebt. Bisher schlägt sie sich ganz gut, ganz die Tochter ihres Vaters, doch das Ende der Folge mit ihr in Mr. Jus Auto verheißt nichts Gutes. Es gibt zwar noch andere Dynamiken, die Beachtung verdienen – Han-su und Jin-cheol, der nun die Wahrheit erkennende 66 und Gold Tooth –, aber die einfache Vater-Tochter-Beziehung im Auto bleibt der Hauptgrund, warum die Zuschauer die Serie weiterverfolgen.
