Zusammenfassung der ersten Folge von „Vanished“: Ich meine, die Warnsignale waren doch da, oder?

por Juan Campos
Kaley Kuoco in Vanished

Missing hält sich in „Rosefinch“ bedeckt, doch die Spannung ist groß genug, um die Zuschauer zu fesseln, nicht zuletzt dank Kaley Cuocos verspielter Performance. Man kann sagen, dass Missing

bedeckt bleibt, denn nach der ersten Folge „Rosefinch“ weiß ich immer noch nicht mit Sicherheit mehr über die Handlung als zu Beginn. Das MGM+-Quartett lebt von diesem Geheimnis, von der Geschichte einer scheinbar gewöhnlichen Frau mit einem scheinbar gewöhnlichen Freund, die erkennt, dass ihr verstricktes Leben weitaus weniger gewöhnlich ist, als sie anfangs vermutet hatte. Aber warum? Genau da liegt das Problem. Ehrlich gesagt, fand ich Tom von Anfang an nicht besonders normal. Er wirkte zwar nett, aber gleichzeitig sehr verdächtig auf mich, doch vielleicht bin ich einfach nur zynisch. Genauso wenig wie Alice Monroe, die mondäne Archäologin, die in den romantischen Armen eines vermeintlich einfachen Anglistikprofessors schwelgt. Aber eine vierjährige Beziehung ohne jegliche Verpflichtung, nur Hoteltreffen? Heimliche Telefonate? Eine deutliche Bindungsunwilligkeit? Die Warnsignale häufen sich lange bevor Tom verschwindet. Diese Warnsignale sind bereits vorhanden, dank einer erschreckenden Eröffnungsszene, in der Alice in einem Hotel in Marseille ihre blutigen Hände im Waschbecken wäscht und dann vor einem Mann flieht, der sich als Lieferfahrer ausgibt, aber mit dem Messer eher wie ein Mörder wirkt. Der Großteil der ersten Folge spielt jedoch eine Woche zuvor und zeigt, wie Alice an diesen Punkt gelangte – vereinfacht gesagt, mit dem Zug.

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Alice gilt als intelligent, daher ist es schwer zu glauben, dass ihr in dieser frühen Phase nichts Ungewöhnliches auffällt. Tom ist viel zu distanziert. Sie sind in Frankreich, in einem Luxushotel, genießen die Annehmlichkeiten, und sie glaubt ihm seine Erklärung, dass er sich sein neues Tattoo (einen Fink, der auch der Episodentitel ist) stechen ließ, weil es ihn an sie erinnert. Sie vermutet, dass seine mysteriösen Anrufe seinem Onkel gelten, und ist beruhigt, als heimliche Einträge in seinem Tagebuch die Adresse eines Juweliergeschäfts für Verlobungsringe enthüllen. Alice glaubt, die Lösung gefunden zu haben. Aber warum ist Tom dann so aufgebracht über die Idee, gemeinsam nach Amerika zu ziehen? Der Auslöser der Folge „Vermisst“: In der ersten Folge verschwindet Tom aus einem Zug nach Arles, wo er und Alice in einem anderen eleganten Hotel einchecken sollten. Er telefoniert, Alice schläft ein, und als sie aufwacht, ist er spurlos verschwunden. Niemand weiß, wohin er gegangen ist. Die Behörden können ihm nicht weiterhelfen (was, wie ich vermute, noch öfter vorkommen wird). Er geht nicht ans Telefon. Er ruft zwar kurz an, aber Alice hört nur fließendes Wasser und eine zuschlagende Autotür.

Ich vermute, wir sollen all das als Hinweise deuten. Alices zufällige Begegnung mit Helene scheint bedeutsam genug. Ein Mann, der ihr folgt, ist ein weiterer Hinweis. Doch während dem Publikum klar ist, dass etwas nicht stimmt, scheint sich sonst niemand sonderlich Sorgen zu machen. Der zynische Detective Inspector Drax, den Alice auf der Polizeiwache trifft, geht ganz offensichtlich davon aus, dass Tom einfach aus Angst vor einer festen Beziehung mit Alice geflohen ist, da sie ja die Idee eines Zusammenziehens angesprochen hat. Außerdem kann sie ihn erst nach 48 Stunden als vermisst melden, und er ist erst seit ein paar Stunden verschwunden. Diese Szenen, in denen Alice versucht, mit einer feindseligen ausländischen Polizei zu verhandeln, erinnerten mich seltsamerweise an *Die verdrehte Geschichte von Amanda Knox*. Hübsche Amerikanerinnen haben es in Europa meist nicht leicht. Ohne jegliche offizielle Unterstützung muss Alice auf eigene Faust ermitteln und ihre Schritte entlang der Gleise bis zu dem Punkt zurückverfolgen, an dem der Zug stand. Dort findet sie eine leere Packung von Toms Lieblingskaugummi und hört das Sprudeln des Wassers, das zuvor am Telefon war. In der Nähe steht ein Haus, das von mehreren Hunden bewacht wird, und in einem der Zimmer hängt ein mysteriöser Tierkadaver. Doch selbst das reicht Drax nicht, der sich so desinteressiert an Toms Verschwinden zeigt, dass er verdächtig wirkt – etwas, das Alice nicht entgeht.

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Da „Rosefinch“ viele Rückblenden auf Toms Zeit bei der NGO SOS Global enthält, die syrischen Flüchtlingen in Jordanien half, liegt die Vermutung nahe, dass die Vergangenheit mit der Gegenwart zusammenhängt. Wie genau, ist allerdings noch unklar. Helene spielt dabei aber definitiv eine Rolle. Sie gibt Alice den einzigen guten Rat in dieser Folge: Sie soll Toms jüngste Aktivitäten untersuchen. Dazu gehört, seinen Anruf vom Hoteltelefon zu „Brian“ zurückzuverfolgen. Doch Alice gerät sofort in Kontakt mit SOS Global. Sie sieht sich auch Fotos auf Toms Kamera an und entdeckt eines, auf dem er mit einer Freiwilligen der NGO posiert – einer Frau, die zufällig dasselbe Rosenfinken-Tattoo auf dem Arm hat wie Tom.

Gerade wenn man glaubt, jemanden zu kennen!

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