Samuel L. Jackson in Tulsa King Staffel 3 | Bild via Paramount+
„Dead Weight“ ist die vorletzte Folge der dritten Staffel von Tulsa King, fühlt sich aber nicht so an. Sie dient hauptsächlich als Vorwand für einen amüsanten Gastauftritt von Samuel L. Jackson und eine überraschende Wendung, die Dwight auf die Palme bringen dürfte. „Dead Weight“ ist die vorletzte Folge der dritten Staffel von Tulsa King, fühlt sich aber nicht so an. Nicht, dass eine vorletzte Folge eine bestimmte Wirkung haben sollte, aber ihr wisst, was ich meine. Folge 9 ist größtenteils recht entspannt. Sie bietet den lang erwarteten Gastauftritt von Samuel L. Jackson. Und sie deutet an, dass Tyson und Spencer sich – wenig überraschend – in Schwierigkeiten gebracht haben könnten. Aber es endet mit dem spannenden Cliffhanger um Joannes Entführung, die Dwight sicher wütend machen wird, mir aber ziemlich egal ist, da sie diese Staffel so übertrieben war, dass ich mehr als einmal vergessen habe, dass sie überhaupt dabei ist.
Trotzdem ist es immer schön, Sam Jackson zu sehen. Hier spielt er den genial benannten Russell Lee Washington Jr., einen Auftragskiller, der häufig von New Yorker Mafiafamilien angeheuert wird. Zuletzt hat ihn Quiet Ray für einen Mord in Newark, New Jersey, engagiert, von dem er annahm, dass es sein letzter sein würde. Russell will aussteigen. Er ist in die Jahre gekommen und hat genug. Natürlich will Quiet Ray ihn aus diesem Grund anheuern, um Dwight auszuschalten. Missverstandener Mordversuch
und er akzeptiert kein Nein. Zum Glück für Dwight kennen er und Russell sich. Dwight hat ihm sogar das Leben gerettet, weshalb Russell nach Tulsa reist, um ihm von einem geplanten Anschlag auf ihn zu berichten, den er aber nicht ausführen wird. Ray erfährt schließlich davon und versucht, seine Position zu verdeutlichen. Obwohl Russell ernsthaft in Erwägung zieht, Dwight zu töten (er taucht sogar mit einer Waffe vor seiner Tür auf), entscheidet er sich erneut dagegen. Daraufhin schickt der skrupellose Ray zwei weitere Schläger aus New York, um die beiden zu töten. Er ist nicht gerade ein Meister der Intuition.
Das Ganze dient lediglich dazu, uns ein paar lustige Szenen zwischen Sylvester Stallone und Samuel L. Jackson zu liefern. Sicher, es basiert darauf, dass Ray Dwight töten will, aber es gibt diesbezüglich keine wirkliche Spannung, da Russell seine Position von Anfang an klarstellt und sich schnell mit Dwight zusammentut, um die anderen Attentäter auszuschalten. Es hat etwas Entspanntes, vielleicht sogar Selbstgefälliges an sich, aber es gibt die weitverbreitete Ansicht, dass Sam Jacksons Mitwirkung jedes Projekt automatisch aufwertet, und das trifft auch auf *King Tulsa* zu.
Es macht Spaß, den älteren Herren bei der Arbeit zuzusehen.Aber reicht das für genug Drama in einer vorletzten Folge? Ich bin mir da nicht so sicher, aber fairerweise muss man sagen, dass in *King Tulsa*, Staffel 3, Folge 9 noch einiges mehr passiert. Nach Deacons Verrat in der vorherigen Folge hat Dwight nun Druckmittel gegen Musso, aber anstatt Bills Freilassung zu erwirken (ich vermute, er hat beschlossen, dass es ihm dort, wo er ist, besser geht), drängt er auf eine bundesweite Schanklizenz. Deacon ist tot, obwohl Musso davon ausging, dass er lebendig in den Sarg gelegt wurde, um später wieder ausgegraben zu werden. Da Dwight jedoch alle seine Geständnisse aufgezeichnet hat, bleibt Musso nichts anderes übrig, als mitzuspielen.
Die Lizenz ist eine großartige Nachricht für Montague Distilleries, aber eine Katastrophe für Dunmire. Dessen Lieferanten ziehen sich massenhaft zurück, und Dunmires Spirituosenbestände landen in riesigen Mengen wieder am Absender. Cole muss diese schlechte Nachricht überbringen, und Jeremiah reagiert erwartungsgemäß mit einem Wutanfall und einer Axt. Es ist klar, dass er etwas unternehmen wird. Was genau, bleibt jedoch bis zum Ende der Folge unklar, als einer seiner Schläger Joanne entführt. In der Folge „Dead Weight“ treibt Tyson seine Geschäftsidee weiter voran: den Verkauf von Drogen an Studenten in Clubs. Mal ehrlich, was ist das Ziel dieses Charakters, außer sich und alle anderen in Schwierigkeiten zu bringen? Er hat keinerlei anderen Zweck. Es ist zunächst unklar, wen er und Spencer mit dem Verkauf von Ecstasy in ihrem Gebiet verärgert haben, aber es ist jemand. Und wäre es nicht kontraproduktiv, gäbe es diese Nebenhandlung wohl gar nicht.
Zum Schluss sieht es also folgendermaßen aus: Joanne wurde entführt, Bill befindet sich in Bundesgewahrsam, Quiet Ray will Dwight und Russell unbedingt töten, und Tyson hat mal wieder einen fatalen Fehler begangen. Dann wäre da noch Theshers politische Karriere, die allerdings vorerst auf Eis gelegt wurde. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für mich sieht das nach einem unbefriedigenden Cliffhanger aus, der die vierte Staffel einleitet. Wir müssen wohl abwarten.
