Zusammenfassung der vierten Folge von „I Love LA“: Elijah Wood ist kein Sexobjekt

por Juan Campos
Elijah Wood, Rachel Sennott, and True Whitaker in I Love LA

Elijah Wood, Rachel Sennott und True Whitaker in „I Love LA“ | Bild via WarnerMedia

I Love Los Angeles In der Folge „Upstairses“ wird es noch absurder als sonst, aber ein witziger Gastauftritt von Elijah Wood und etwas Tiefgang sorgen für etwas mehr Klarheit. Networking ist ein bewusst vager Begriff, der meist nur als Ausrede dient, um sich mit Leuten zu betrinken, von deren Gesellschaft man auf die eine oder andere Weise profitieren kann. Im heutigen, von Influencern geprägten Klima bedeutet Networking, Videos zu drehen. Und zwar sofort. Es ist rein transaktional, die Art von Unterhaltung, die man auf Partys genießt, wo Leute zusammen mit ihren Social-Media-Followern vorgestellt werden. Es gibt keinen besseren Ort für diesen Unsinn als die Hollywood Hills, und Folge 4 von „I Love LA“ weiß das. So gewagt diese Aussage auch klingen mag, angesichts der teils absurden Ausbrüche ist „Upstairses“ die abgedrehteste Folge der Serie überhaupt. Es lässt eine Promi-Party zur Hölle werden und bietet einen überraschenden Gastauftritt von Elijah Wood, der wie eine Selbstironie wirkt und verdeutlicht, dass Influencer nicht nur die Popkultur, sondern in seinem Fall buchstäblich sein Zuhause erobert haben.

Das ist der Clou: Maia, Charlie, Alani und vor allem Tallulah sind zu einer Party eingeladen, die Quen Blackwell in Elijah Woods weitläufigem Haus in Los Angeles veranstaltet. Zuerst dachte ich, die Erwähnung seines Namens sei nur ein Scherz, da Blackwell viel eher der Typ Gaststar ist, der sich in einer Komödie wie dieser pudelwohl fühlt. Doch unter absurden Umständen ist Elijah Wood tatsächlich anwesend – wenn auch allein in seinem Schlafzimmer, um Zeichentrickfilme zu schauen. Nach Paulenas Sieg läuft es für Tallulah ganz gut. Paulena vermutet, dass sie und Quen über Nacht beste Freundinnen werden könnten, ohne Quens egoistische Absichten zu ahnen (oder vielleicht auch nicht wahrhaben zu wollen). Sie hat einfach eine Chance gewittert – die einzige Art, wie das Gehirn der Influencerin Informationen zu verarbeiten scheint. Tallulah erwartet zwar nicht, dass ihre „Freundschaft“ mit Quen ihren Millionen Followern entgeht, aber man kann wohl sagen, dass sie es nicht wirklich ernst meint.

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I Love Los AngelesDoch Folge 4 erweist sich als harte Probe für Maias und Tallulahs berufliche und private Beziehung. Quen testet Maia sofort, sät Zweifel an ihren Fähigkeiten und Absichten, und Tallulah erkennt schnell, dass Quen gar nicht wirklich an einer Freundschaft interessiert ist. Letzte Woche erwähnte ich bereits, dass Odessa A’zion mich immer mehr fesselt, und es gibt hier einen Moment, der perfekt verdeutlicht, warum. Es mag den Anschein haben, als sei sie nur wegen ihrer auffallenden Schönheit ausgewählt worden, aber als Tallulah dies bemerkt, zeigt A’zion für einen kurzen Moment eine innere existenzielle Krise in ihrem Gesicht, bevor sie diese herunterschluckt, um ihrer Gastgeberin gegenüber höflich zu bleiben.

„Upstairs“ hat hier einiges zu sagen. Tallulah ist sichtlich desillusioniert, nicht nur von Quens Egoismus, sondern auch davon, wie durchgeknallt und unecht sich jeder Aspekt ihres Lebens anfühlt. Sie traut sich nicht, lange genug mitzuspielen, um den von Quen gewünschten „Content“ zu produzieren, und das bringt sie eindeutig dazu, ihre eigene Lebensweise und ihre mögliche Zukunft zu überdenken. Schließlich hat Maia sich vorgenommen, eine richtige Managerin zu werden, was all die stressigen und schmerzhaften Deals beinhaltet, an denen Tallulah beim ersten Mal scheitert. Vielleicht ist Tallulah ein Chaos, aber was sie anziehend macht, ist ihre Authentizität.

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Und zum ersten Mal muss sie sich mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass Authentizität allein vielleicht nicht ausreicht.

Um ehrlich zu sein: Trotz meiner Behauptungen über Maias Ambitionen reicht es schon, dass Quen sie feuert, damit sie Maia und Alani auf eine private Nebenmission schickt, um ein Dreier-Date mit Elijah Wood zu arrangieren. Sie dürfen eigentlich nicht nach oben gehen, aber Wood scheint die Gesellschaft durchaus zu genießen. Er spielt eine harmlose, aber dennoch höchst bizarre Version seiner selbst, die einfach nur gemütlich Zeichentrickfilme auf YouTube anschauen will. In „Upstairs“ hat er vielleicht etwas zu viele Macken, als dass die Karikatur glaubwürdig wirken könnte: Er hat eine Keimphobie und ein Gedächtnis wie ein Goldfisch, lädt Maia und Alani in seinen „Gedächtnispalast“ ein, bittet sie, sich einen Bademantel überzuziehen, bevor sie sich auf sein Bett setzen, und rastet dann völlig aus, als er merkt, dass sie darunter nackt sind. Aber es ist immer wieder ein Riesenspaß, wenn etablierte Prominente bereit sind, so abgedrehte Versionen ihrer selbst zu spielen. Die Veranstaltung ist also für alle Beteiligten ein Reinfall, außer vielleicht für Charlie, der den ganzen Tag wütend auf einen attraktiven Mann ist, den er für schwul hält, der sich aber als schwul herausstellt: „Ich bin katholisch!“ – später entpuppt er sich als bekannter TikTok-Musiker. Der eigentliche Lichtblick ist jedoch, dass Maia und Tallulah gar nicht so schlimm sind wie alle anderen, die sie beeindrucken wollen. Ob das ihren Erfolg in der Branche beeinträchtigen wird, bleibt abzuwarten.

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