Zusammenfassung der dritten Folge von „Best Medicine“: Haben wir das nicht schon mal gesehen?

por Juan Campos
Josh Charles and Annie Potts in Best Medicine

Die beste Medizin Es gibt zwar noch einige Schwächen in „Nimm mich aus dem Spiel“, darunter eine sich wiederholende Prämisse, aber die Charaktere und die Kulisse beginnen sich zu entwickeln.

Die beste Medizin macht Fortschritte… seltsamerweise, denke ich, kann man das so sagen. Einerseits gelingt es der Serie sehr gut, Port Wenn als Schauplatz und einige seiner Bewohner – außer Doc Martin – detailliert darzustellen, und diese beiden Aspekte treiben die dritte Folge „Nimm mich aus dem Spiel“ voran. Andererseits gelingt es ihr aber auch nicht, Martins Charakter so weiterzuentwickeln, dass er nicht ständig mit den Einheimischen aneinandergerät. Ich verstehe, dass es witzig ist, dass er ein Außenseiter ist, oder zumindest war es das beim ersten Mal,aber es gibt nur wenige Situationen, in denen der örtliche Arzt die Lage retten kann, bevor die Vorstellung, dass ihm alle misstrauen und ihn ablehnen, etwas lächerlich wirkt.

Was in dieser Folge jedoch funktioniert, ist, dass es nicht wirklich um Martin geht; Es dient eher dazu, andere Charaktere zu entwickeln und die Atmosphäre des Ortes lebendiger zu gestalten. Zu meiner Überraschung wird Elaine hier besonders gut dargestellt. Sie ist der klassische Archetyp der aufstrebenden Influencerin, die mich normalerweise nur nerven soll, aber sie ist wirklich charmant und gewinnt im Laufe der Geschichte an Tiefe.

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Dasselbe gilt für Sarah, die bis zu diesem Zeitpunkt (neben seinem Erzfeind Glendon Ross) die einzige Person in Port Wenn war, zu der Martin eine persönliche Verbindung hatte. Das ist aber nicht ideal für einen Charakter, der sein ganzes Leben an einem Ort verbracht hat, da er sich dort nicht zugehörig fühlen kann, wenn er nur mit der Hauptfigur interagiert. Sarahs alberne On-Off-Beziehung mit Eddie erfüllt diesen Zweck, und die Einführung von Bar Harbor, einer rivalisierenden Stadt, bringt etwas mehr Abwechslung in die Geschichte. Dank dieser Rivalität herrscht in „Take Me Out of the Ballgame“ – der Film trägt seinen Titel, weil er sich um ein bevorstehendes Baseballspiel dreht – ein starkes „Wir gegen die“-Gefühl. Port Wenns Starspieler ist Glendons Sohn, Glendon Jr., doch er verletzt sich. Martin befürchtet, dass die Verletzung schwerwiegender sein könnte als zunächst angenommen, insbesondere wenn er spielt. Der Rest der Stadt, allen voran Glendon Sr., der ständig mit rechtlichen Schritten droht, will die Sache natürlich einfach nur hinter sich lassen und hofft auf das Beste, denn der Ruf der Stadt hat Vorrang vor Glendon Jr.s Gesundheit.

Es wirkt wieder einmal wie eine Neuauflage des Bohnen-Skandals, da Martin gegen die gesamte Stadt antritt. Josh Charles ist glaubhaft frustriert darüber, doch das kaschiert nicht die Vorhersehbarkeit der Handlung. Wie schon zuvor deutet dies auf Martins Genugtuung hin, als er sich schließlich in Zeitlupe in Glendon Jr. während des Baseballspiels wirft, um ihn zu retten. Das ist zwar sehr lustig, veranlasst Glendon aber auch dazu, seinen Vater zur Rede zu stellen und für Martin einzustehen. Es ist ein gelungener Moment, der jedoch besser wirken würde, wenn dieselbe Sequenz (Martin verärgert die Stadt, behält Recht, alle verzeihen ihm) nicht bereits in der vorherigen Folge wiederholt worden wäre. Dadurch wirkt die erste Genugtuung nämlich sinnlos. Dieses Problem lässt sich in der dritten Folge von „The Best Medicine“ mehrmals beobachten. Nach dem Baseballspiel dankt Glendon Sr. Martin dafür, dass er seinen Sohn gerettet hat, der sich mit Proteinpulver überdosiert und dabei seine Knochendichte geschädigt hatte, nur um seinen Vater stolz zu machen. Doch dann sagt Martin einen unheilvollen Satz, der andeutet, dass er so oder so ein Antagonist bleiben wird – fast so, als hätte die Serie keine andere Idee gehabt, was sie mit ihm anfangen soll.

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Manchmal ist es schwer, zwischen echten Charakterschwächen und Figuren zu unterscheiden, die nur aus dramaturgischen Gründen schwierig sind. Martins ständiges Nerven ist zwar ein wesentlicher Bestandteil der Serie, wirkt in solchen Situationen aber manchmal übertrieben und aufgesetzt. Dinge wie Elaines Vergessen der Akten sind witzig und funktionieren, weil sie von ihren eigenen Problemen abgelenkt ist, was gut zu ihrem Charakter passt. Hier gilt es definitiv, die richtige Balance zu finden, aber ich glaube, wir haben sie noch nicht erreicht. All das hat aber unbestreitbar Charme, und die Zuschauer sind bereits begeistert, wie es durchaus sein kann. Ich denke, wir überwinden einige der anfänglichen Hürden, was zu erwarten war. Im Laufe der Zeit könnte sich „The Best Medicine“ zu etwas wirklich Großartigem und Einzigartigem entwickeln (abgesehen natürlich von der Serie, von der es ein Remake ist). Die Zeit wird es zeigen.

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