Pro Bono Die ersten beiden Folgen wirken mit ihrem stereotypen, komischen Protagonisten und der klassischen Krimistruktur sehr vertraut, was aber nicht unbedingt schlecht sein muss.
Für Fans von Jung Kyung-ho und jenen K-Dramen, die sich eher wie eine tröstliche Umarmung als wie etwas wirklich Provokantes anfühlen, ist Pro Bono eine sichere Sache. Das ist übrigens keine Kritik, sondern einfach eine Feststellung. Die ersten beiden Folgen vermitteln im Grunde: „Keine Sorge.“ Es handelt sich um eine Krimikomödie im selben Stil wie Hospital Playlist und Extraordinary Lawyer Woo.
Jede Folge präsentiert einen neuen Fall, es werden Lektionen gelernt, und alles läuft reibungslos.
Kyung-hos bekannter Protagonist ist Richter Da-wit, ein bekannter und beliebter Jurist, der keinerlei Spielchen im Gerichtssaal duldet und bei CEOs, mit denen er normalerweise zu tun hat, mit voller Härte vorgeht. Aber hier liegt der Clou, verstehen Sie? Da-Wit kandidiert für einen Sitz am Obersten Gerichtshof und ist motiviert genug, zumindest ein wenig zu plaudern, ohne seine Grundprinzipien zu verraten. Die Rolle des Superrichters ist eine Erfindung, oder zumindest eine Ausschmückung. Natürlich handelt es sich hier um eine dieser Serien, in denen jemand in einer Machtposition plötzlich einen beruflichen und rufschädigenden Absturz erlebt. In diesem Fall wird Da-wit von einem Betrüger hereingelegt, der sich als alter Schulfreund ausgibt (er hält dessen verändertes Aussehen einfach für eine Folge des Alterungsprozesses) und muss in der Klemme ein hohes Bestechungsgeld annehmen. Seine einzige Rettung ist Oh Jung-in, eine alte Flamme, die, wie er behauptet, in ihn verliebt war – und zwar umgekehrt. Doch die vermeintlich großartige Chance, die sie ihm bietet, entpuppt sich als alles andere als glamourös: unbezahlte Arbeit in einem dunklen Keller. Da-wit empfindet dies als eine ziemliche Degradierung, vor allem, da sein erster Klient streng genommen ein Hund ist. Aber wie Jung-in ihn erinnert, hat er ja keine große Wahl. Ich persönlich würde jederzeit kostenlos Hunde vertreten, aber ich bin ja kein Richter und habe weniger zu verlieren. Die Geschichte dreht sich jedenfalls um Koreas lasche Tierschutzgesetze.
Der außergewöhnliche Anwalt Woo und kürzlich „Jenseits der Anwaltskammer“
Auch er tat dies schon oft, indem er mit dem Finger auf bestimmte Bereiche des Rechtssystems zeigte, da der Hund Byeol ausgesetzt, von einem älteren Ehepaar adoptiert und nun von seinem ursprünglichen Besitzer zurückgefordert werden soll.
