DMV gibt in Folge 8 endlich zu, wie nervig Colette ist – eine weitere solide und ausgewogenere Folge, die die Stärken der Darsteller gekonnt in Szene setzt.
Falls Sie sich gefragt haben, ob DMV sich dessen bewusst ist, wie nervig Colette ist: Folge 8 liefert die Antwort. Die Folge „Splash Fountain“, die fast schon ein Weihnachtsspecial ist – zumindest was das plötzliche Auftauchen schrecklicher Weihnachtspullover angeht –, hat eine ganze Nebenhandlung um Colettes irritierend verzweifeltes Verhalten, das sich auf diverse Missgeschicke der Staffel bezieht. Und zum Glück ist es ausgerechnet Barb, die diese schonungslose Wahrheit ausspricht.
Der Verlauf dieser Nebenhandlung ist herrlich absurd. Im Büro entsteht eine Meinungsverschiedenheit darüber, wie Barb überschüssiges Geld ausgeben soll: Ceci und praktisch alle anderen im Büro wollen eine neue Kaffeemaschine, Barb hingegen die Pullover. Weil Colette nicht will, dass Ceci Barb unter Druck setzt, die Kaffeemaschine zu besorgen, beschließt sie, sich mit Barb anzufreunden und sie mit Charme glauben zu lassen, sie wisse Bescheid. Das Ganze artet jedoch schnell in eine aggressive, parasoziale Beziehung aus, in der Barb Colette die ganze Nacht mit Katzen-Memes wachhält. Colettes gut gemeinte Geste nimmt eine noch größere Wendung, als sie mit Barb in einem fahrerlosen Auto auf dem Weg zu einem Karaoke-Abend festsitzt, der sich schnell zu einer holprigen Fahrt über den Parkplatz des Straßenverkehrsamts entwickelt. Als Barb enthüllt, dass sie die Pullover bereits bestellt hat, platzt Colette heraus, dass sie das alles „ohne Grund“ getan hat, was Barb sichtlich beleidigt. Doch in einer witzigen und überraschenden Wendung hat Barb nur mitgespielt, weil sie dachte, Colette bräuchte dringend eine Freundin. Schließlich sprechen ihre diversen peinlichen Situationen am Arbeitsplatz nicht gerade für jemanden mit gesundem Menschenverstand.
Colette gelingt es endlich, dem fahrerlosen Auto, das eine Menschenmenge angelockt hat, zu entkommen, indem sie aus dem Fenster ruft, dass Barb die Pullover gekauft hat. Daraufhin stellt sich die wütende Ceci vor das Fahrzeug. Barb und Colette haben sich inzwischen wieder vertragen: Sie sind sich einig, dass sie Freundinnen sind, aber außerhalb der Arbeit nicht mehr miteinander schreiben. Doch das Kind ist in den Brunnen gefallen. Die Pullover bleiben. Anderswo in DMV
In Folge 8 freundet sich Gregg mit einem neuen Mitarbeiter an: dem Kundendienstmitarbeiter, mit dem er spricht, als er versucht, über den Mitarbeiterservice einen neuen Stuhl zu bestellen. Das macht Vic eifersüchtig, und so versucht er, sich mit Noa über Proteinpulver, Kettlebells und den titelgebenden Trinkbrunnen anzufreunden. Dieser hat seinen Namen, weil der Wasserdruck ungleichmäßig ist und er jeden durchnässen kann, der daraus trinkt. Es stellt sich heraus, dass Vic und Noa nicht viel gemeinsam haben, aber es ist ziemlich amüsant, ihnen dabei zuzusehen, wie sie das in Echtzeit herausfinden. Doch selbst das hat ein überraschend gutes Ende. Ceci enthüllt Vic, dass die Kundendienst-Hotline von einer KI gesteuert wird und Gregg deren menschlichen Zügen erlegen ist (falls es nicht schon offensichtlich war: Die Folge „Splash Fountain“ zeigt, dass fast alle im Büro verzweifelt einsam sind). Vic will diese Information nutzen, um Gregg hereinzulegen, doch als er sieht, wie dankbar Gregg für seinen vermeintlichen neuen Freund ist, bringt er es nicht übers Herz. Es stellt sich heraus, dass auch Vic, ob allein oder nicht, eine sensible Seite hat.
