Zusammenfassung der ersten Folge der zweiten Staffel von „Hijack“: Alle Mann an Bord für eine lange Reise

por Juan Campos
Resumen del episodio 1 de la temporada 2 de 'Hijack': todos a bordo para un largo viaje

Die zweite Staffel von „Hijacking“ startet bewusst rätselhaft und hält sich in der Folge „Signal“ bedeckt. Erst ganz am Ende der Episode wird der originellste Kniff der Fortsetzung enthüllt.

Um es klarzustellen: Die Premiere der zweiten Staffel von „Hijacking“ funktioniert nur, weil sie „Hijacking“ heißt und wir nach der ersten Staffel wissen, was uns erwartet. Sie hat den Charme einer Serie mit etabliertem Publikum und bekannten Erwartungen, denn „Signal“ gibt nur wenige Anhaltspunkte, und dennoch ist die Spannung hoch. Und dann stellt eine Enthüllung im letzten Moment alles auf den Kopf. Es ist ein gelungener Abschluss einer ansonsten eher routinemäßigen und bewusst rätselhaften ersten Folge. Zwei Jahre sind seit der Entführung von Flug KA29 in Staffel 1 vergangen. Sam und Olivia sollen ein Treffen mit einem Mann vom Bundesjustizministerium wahrnehmen. Die Gründe dafür werden später in der Folge erklärt, können aber auch schon jetzt verraten werden, da sie den Großteil der Handlung untermauern. Sam sucht den Drahtzieher der Kingdom-Entführung und scheint ihm nahe zu sein. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen einen Mann, der am Hamburger Grenzübergang fotografiert wurde – Sams Hauptverdächtiger. Doch Olivia teilt diese Information mit ihm, da Sam sich nicht aufhält. Sam befindet sich in der U-Bahn. Dies ist der Aufhänger für Staffel 2: Ein Berliner U-Bahnzug wird entführt. Der Großteil von „Signal“ befasst sich jedoch mit den Vorbereitungen für dieses Ereignis. Wir sehen kurze Ausschnitte aus verschiedenen Perspektiven, die dem Geschehen zwar eine gewisse Struktur verleihen, aber bewusst viele Fragen offen lassen.

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Zum Beispiel stürmt die Polizei ein Versteck und findet eine Platine und einen Lichtbildausweis, die später von einem Mann, der an den U-Bahn-Gleisen arbeitet – offensichtlich ein falscher Saboteur –, gezückt werden. Der Schaffner zittert. Da ist ein Asiate mit Rucksack, der nervös wirkt. Ihr wisst, worauf ich hinauswill. Das alles funktioniert, weil wir wissen, dass die Entführung unmittelbar bevorsteht. Das bedeutet, dass jeder neue Fahrgast, der einsteigt – darunter eine Frau namens Mei Tan, die Sam flüchtig kennt, mit der er aber offensichtlich kein Wort wechselt, und eine Gruppe Kinder auf Klassenfahrt, darunter ein besonders nervöser Schüler namens George – sowohl ein potenzieller Entführer als auch ein potenzielles Opfer ist. Der Mangel an erklärenden Dialogen trägt wesentlich zur Beschleunigung der Premiere bei, kann aber etwas frustrierend sein, weil die Handlung so offensichtlich ist.

Sam ist außerdem schlecht gelaunt. Er ist mürrisch, ungesellig und blickt sich ständig in einem Zustand gesteigerter Paranoia um. Ich finde, die Folge „Entführung“ aus Staffel 2 übertreibt es hier etwas. Am Ende gibt es eine große Wendung, auf die wir noch eingehen werden, aber ich habe sie kommen sehen, weil Sam offensichtlich so gut informiert ist und sich so ungewöhnlich verhält. Wir sollen annehmen, dass sein Verhalten eine Folge seiner Erlebnisse in Staffel 1 ist, was ja auch nachvollziehbar ist, aber es wirkt etwas übertrieben und absichtlich. Außerdem gibt es noch ein paar andere Hinweise.

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Einer davon ist der Moment, als Sam die Polizei zu einem gerissen wirkenden Asiaten führt, der nervös einen großen Rucksack trägt. Die Polizei zerrt ihn aus dem Zug, der daraufhin den Bahnsteig verlässt. Bei der Durchsuchung findet sich jedoch nichts Verdächtiges in seinem Besitz. Wir haben also die Wahl: Entweder ist Sam mittlerweile so paranoid, dass er Racial Profiling anwendet, oder es steckt etwas anderes dahinter. Offensichtlich Letzteres. Wir könnten also auch über die Wendung sprechen. Am Ende von „Signal“ stürmt Sam ins Führerhaus – heißt das im Zug überhaupt noch Führerhaus? –, um den Lokführer Otto anzuschreien, weil dieser die Lok viel zu schnell gefahren hat. Otto sollte eigentlich an einem Bahnhof abgelöst werden, nachdem Sam jemanden gewarnt hatte, dass er etwas unsicher wirkte (zuvor hatte er den Tunnelbauer Marko angerufen und ihm gesagt, dass er das nicht schaffen würde). Doch Otto hielt durch, schloss die Türen und raste aus dem Bahnhof, obwohl er hätte anhalten sollen. Er scheint von seiner Mission überzeugt zu sein, und Sam sabotiert ihn nur.

Aber! Im Grunde sagt Sam ihm, er solle durchhalten, und stellt sich als derjenige vor, der den Zug entführt hat. Sein gesamtes bisheriges Verhalten, wie zum Beispiel, den Asiaten zu beschuldigen, um die Polizei abzulenken, war Teil seines Masterplans. Aber was führt er wirklich vor? Nun, das erfahrt ihr in den folgenden Episoden. Es ist jedenfalls ein genialer Abschluss der Pilotfolge.

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