Zusammenfassung der neunten Folge der zweiten Staffel von „Watson“: Alles wird wieder seltsam und niveaulos.

por Juan Campos
Shannon Purser in Watson Season 2

Nach ein paar halbwegs anständigen Folgen enttäuscht die zweite Staffel von „Watson“ mit der bizarren Episode „Shannon Says Bex Loves Micah“, die ihre interessanteren Ansätze scheinbar nicht weiter verfolgt. Es stellt sich heraus, dass Laila doch noch in der zweiten Staffel von „Watson“ dabei ist, doch ihr plötzliches Wiederauftauchen in Folge 9 stiftet mehr Unruhe, als es löst. Anscheinend sollen wir so tun, als wäre Laila schon immer dabei gewesen und die offensichtliche romantische Chemie zwischen Watson und Mary einfach ignorieren, denn „Shannon Says Bex Loves Micah“ wirkt, als wäre ihr Auftritt ursprünglich für eine andere Folge der Staffel geplant gewesen.

In dieser Folge geht es eigentlich nur oberflächlich um Watson und Laila, da Lailas Sohn Micah eine Rolle spielt. Dessen Autismus wird dabei recht bequem und zynisch genutzt, denn seine Offenheit führt dazu, dass er Watson ständig direkt fragt, ob er mit seiner Mutter zusammen ist. Es gibt wahrscheinlich schlechtere Wege, den Status einer Beziehung zu klären, aber mir fällt im Moment keiner ein.

Ehrlich gesagt dreht sich die Folge auch nicht wirklich um Micah. Anfangs schon, denn der Aufhänger ist, dass er eine Art abhängige Beziehung zu einem KI-Chatbot entwickelt hat, den er so angepasst hat, dass er die Gestalt von Shannon Purser annimmt.

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Stranger Things

Doch anstatt die wirklich komplexen sozialen Faktoren zu beleuchten, die dabei eine Rolle gespielt haben könnten, konzentrieren wir uns auf die medizinische Krise einer anderen Person, die durch Micahs Aufmerksamkeit Watson und seinem Team bekannt geworden ist.

Das ist eine seltsame Herangehensweise. Die Folge „Shannon sagt, Bex liebt Micah“ wirkt wie eine Episode, die sich mit KI und den Schwierigkeiten auseinandersetzen will, die eine Autismus-Spektrum-Störung beim Aufbau und der Pflege von Beziehungen mit sich bringt. Auch die Beziehung zwischen zwei Hauptfiguren, die seit Wochen einfach ignoriert wird, soll thematisiert werden. Doch keines dieser Themen wird angemessen behandelt, da die Serie dafür ein Maß an Feingefühl und emotionaler Nuancen bräuchte, das ihr schlichtweg fehlt. Stattdessen verlagert sich der Fokus auf einen völlig routinemäßigen medizinischen Fall, in dem die Situation gerettet wird, weil Watson einem Familienmitglied ein paar Fragen stellt, die er schon viel früher hätte stellen sollen, und eine der Antworten die Lösung liefert. So entwickelt man kein zufriedenstellendes Medizindrama. Das hätte die Serie aber durchaus anders gestalten können! Dasselbe gilt auch für Micah, denn am Ende von „Watson“, Staffel 2, Folge 9, wird mit einem Augenzwinkern angedeutet, dass seine KI-Abhängigkeit „geheilt“ sei, weil er einen Monat lang auf sein Handy verzichtet hat. Hatte er also Hausarrest? Reicht das schon? Es zeugt von Unzufriedenheit.

Vielleicht ist es gerade deshalb so frustrierend, weil es relevant ist. Ich habe zwei Kinder, die beide so von ihren Handys abhängig sind, wie es für ein Kind meiner Generation unverständlich erscheint, und ich hätte mir gewünscht, dass das Thema etwas tiefgründiger und ernster behandelt worden wäre. Watson Ich hatte eigentlich kein Problem damit.Es tendiert eher zur Kritik an Leuten, die sich für Langlebigkeit interessieren.

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Ein weniger interessantes Thema, da es nur einen kleinen Teil der Superreichen betrifft.

Es ist auch seltsam: Purser spielt sich selbst, oder zumindest eine Version von sich selbst, und Micah erwähnt immer wieder „Stranger Things“. Die Serie, deren letzte Staffel zufällig diesen Monat ausgestrahlt wird, ist sicher ein Zufall, aber mein innerer Zyniker kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Führungskräfte irgendwo in einem Konferenzraum sitzen und sich über Markensynergien die Hände schütteln. Das ist doch nur Ablenkung. Ausnahmsweise sind es die Nebenfiguren, die etwas mehr Tiefgang bieten. Wir beschäftigen uns schon eine Weile mit diesen Themen, daher wirken sie nicht völlig aus dem Nichts aufgetaucht: Charaktergetriebene Nebenhandlungen gibt es in Watson ja schon öfter, und man kann beide mit den Ereignissen der ersten Staffel verknüpfen, was auch wichtig ist, da die Serie oft so wirkt, als wäre nach dem, was wir letzte Woche mit Ingrid gesehen haben, nie etwas passiert.

Ich bin froh, dass Sasha ernsthaft hinterfragt, ob sie sich ändern kann und ob sie womöglich eine Gefahr darstellt. Und nachdem ich Stephens mit dem Gedanken an Therapie und ihrer eigenen psychischen Gesundheit kämpfen gesehen habe, ist es ein großer Schritt, endlich um Hilfe zu bitten. Ach ja, und die kleine Romanze zwischen Shinwell und Schwester DaCosta? Wirklich solide. Es funktioniert alles ziemlich gut. Schade nur, dass es in einer so schwachen Folge so gut funktioniert, die viele der hartnäckigsten Probleme der Serie deutlich macht. Selbst so kurz vor Schluss, nach einer Reihe guter Folgen, ist es immer noch reines Glückssache, ob man eine anständige Folge bekommt oder nicht.

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