Zusammenfassung der 6. Folge von „I Love LA“: Die Dunkelheit erhebt sich

por Juan Campos
Callie Hernandez, Rachel Sennott and Josh Hutcherson in I Love LA

Callie Hernandez, Rachel Sennott und Josh Hutcherson in „I Love LA“ | Bild via WarnerMedia

In Folge 6 von „I Love LA“ schlägt die Serie düstere Töne an, als der Einfluss der Stadt beginnt, Persönlichkeiten zu verändern und Beziehungen zu belasten. „I Love LA“ war von Anfang an eine Komödie und bleibt es auch in Folge 6 – wenn auch nur noch knapp. Die Grenze zwischen Sitcom-Klamauk und echter moralischer Verkommenheit verschwimmt zunehmend. In „Game Night“ zeigt sich dies vor allem an Maia, die in Bezug auf ihre Karriere schon immer zu einer gewissen Grausamkeit neigte, hier aber die Grenze zu Psychopathie und moralischer Verkommenheit überschreitet. Ironischerweise verkörperte sie anfangs die Perspektive des Publikums und stand damit im Kontrast zu Tallulahs extravaganter Influencer-Karikatur. Wie sich die Rollen doch vertauscht haben!

Dies wurde sicherlich in der vorherigen Folge vorbereitet.

Die Tatsache, dass Maia Alyssas komplett erfundenes Leben beneidenswert fand und Dylan sogar als über ihren Erwartungen liegend betrachtete, war ein deutliches Warnsignal. Die plötzliche Ankunft einer Nachricht ihres ehemaligen Chefs aus New York (Colin Woodell) trieb sie nur noch weiter auf einen Weg, den sie ohnehin schon eingeschlagen hatte. Der liebevolle Spitzname, den ihr Ex-Chef ihr gab, deutete auf eine verbotene Beziehung hin, was durch das flirtende Mittagessen, das sie genossen, quasi bestätigt wurde. Maia hörte sich die wirren Ausführungen des Mannes darüber an, dass andere Menschen wie Alyssa „nicht so seien wie sie“, zu schwach, zu ängstlich, „davor zu sein, dass andere verletzt werden“, doch sie schenkte ihm kaum Beachtung.Ich bin mir nicht ganz sicher, was hier impliziert werden soll. Es ist zu einfach, Maia vorzuwerfen, hoffnungslos in diesen Mann verliebt zu sein; die Dynamik hat etwas Raubtierhaftes an sich, das zwar nicht explizit genannt wird, aber in Sennotts Darstellung und der Inszenierung der Szene sehr deutlich zum Ausdruck kommt. Maia wird plötzlich zur Gefangenen, oder zumindest zum Spielzeug, unabhängig davon, ob sie aus simplen, wenn auch verwirrenden, sexuellen Gründen an jedem Wort hängt oder ob sie seit ihrer Karriere in New York über einen längeren Zeitraum manipuliert wurde. Man soll es nicht wissen.

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Maias Reaktion, nun betrunken und unglaublich sexuell erregt, ist eindeutig irrational. Sie geht nach Hause, um Dylan ins Bett zu bekommen, doch er verbringt einen Spieleabend mit seinen Freunden, von denen einer jung und gutaussehend genug ist, um Maia psychisch völlig aus der Bahn zu werfen. Sie ist aggressiv, übertrieben und aufdringlich gegenüber allen, auch Dylan, so sehr, dass er sie schließlich bitten muss zu gehen, um seine Karriere und sein soziales Leben nicht zu gefährden. Maia setzt sich durch (eine wütende Auseinandersetzung, in der sie sich kurz ihren ehemaligen Chef an Dylans Stelle vorstellt), doch der rein geschäftliche Charakter der Begegnung bleibt beiden nicht verborgen. Dylans Gesichtsausdruck ist vernichtend, als er erkennt, dass er nur eine willfährige Rolle in der Fantasie einer anderen gespielt hat.

Was ist daran so klug? Ich liebe Los Angeles Folge 6 zeigt, wie Maias moralischer Verfall dazu dient, alle anderen Charaktere ehrlicher und menschlicher zu beleuchten. Der Clou: Während alle zuvor in einer unausgegorenen Fantasiewelt aus Gesangseinlagen und lukrativen Werbeverträgen lebten, reicht das, als die Dinge schiefgehen, für niemanden außer Maia aus. Charlie beispielsweise verarbeitet immer noch Lukas‘ plötzlichen Tod, und das verstrickt sich in ihrer langjährigen, turbulenten Beziehung zu dem Mann, den wir bereits in einigen kurzen Szenen gesehen haben. Das Ganze ist größtenteils humorvoll – Charlie und Alani gehen mit ein paar von Charlies Heimvideos in einen Elektronikladen, um herauszufinden, welches ein Sexvideo ist, das unbedingt gelöscht werden muss –, aber es schwingt auch echter emotionaler Schmerz mit, besonders als Charlies Erinnerungen ihn dazu bringen, in Lukas‘ verschwundener Nummer nach einem Verantwortlichen zu suchen.

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Eine weitere Folge von Maias aggressivem Ehrgeiz ist Tallulahs Ruf. Jetzt ist sie das Gesicht von Ritz (ja, genau, die Cracker), was nach einer sicheren Partnerschaft klingt. Doch Maia verrät einer ihrer Führungskräfte, dass Tallulah mit einer Frau zusammen ist, woraufhin sich die gesamte Kampagne darauf konzentriert, dass Tallulah lesbisch ist. Tallulah ist zutiefst beschämt, nicht weil sie sich schämt oder ihre Sexualität verleugnet, sondern weil sie (sowohl von Maia persönlich als auch von Ritz im Allgemeinen) so arrogant als Verkaufsargument missbraucht wurde. Zum Glück ist Tessa es gewohnt, sich für Geld dumm zu stellen, und versichert Tallulah, dass solche Kompromisse eben dazugehören. Sicherheitshalber beschmieren sie außerdem das Ritz-Schild mit Farbe.

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